Curt, Tagebuch
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31. VIII.

Die Nacht am 30./31. in Alarmbereitschaft. Kalte Nacht, Tau, kein Feuer und Stroh. Am Morgen Feind abgezogen, d.h. am 31. Wir folgten und fanden viele Tote und Verwundete. Der Feind, der der Brigade gegenüber stand, war ein Armeekorps stark. Langer Marsch nach Rethel. Reizendes Flussufer, Leipziger Art. Auen. Dann ein ersehnter Halt.
Nachmittag Vormarsch Richtung Meuil. Kommen in feindliches Artilleriefeuer. Es schlägt um uns rum ein. Gott sei Dank keine Verluste. Leider T. schwer verwundet. Annelles erst unbesetzt gefunden. Dann nach Meuil. Ortsbiwak.
Der Sonntag war der schlimmste Tag. Deder Oberst, K. verwundet. Sch. tot, W. führt das Regiment. Wir sind dem Feind derartig auf den Fersen, dass es jeden Tag zum Gefecht kommt. Tag für Tag knallts. Eben schon wieder bei r 32. I.D. nebenan bei Annelles. Wie läuft der Tag heute ab? Dieses dauernde Kämpfen macht mich nervös. Besonders, als ich gestern den ganzen Tag laufen musste von 5-11° Abends, da meine Pferde und die Feldküche abgeschnitten waren.
Die Gegend hier ist ganz anders geworden. Die Weiden haben Feldern Platz gemacht. Laubwald in kleineren Beständen. Boden kalkig, Wetter schön, heiss, staubig.

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