Curt, Tagebuch
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27. VIII.

Etwas Ruhe, heute am 27. Wahrscheinlich gegen 10° Abmarsch. Wenn es heute zum Kampf kommt, wird es furchtbar. Die feindliche Armee soll gefangen werden. Artilleriefeuer wird erwartet.
Rechts vor uns jetzt 8° das Gefecht schon im Gange. Gott behüte uns. Es ist furchtbar. Ich möchte doch so gern gesund nach Hause kommen. Ein Geschoss ging mir gestern dicht am Kopf vorbei. Der Krieg ist furchtbar. Kein Nachschub, kein Brot. Die Märsche waren zu gross, allerdings sind wir den Franzosen dicht auf den Fersen. Gott gebe, dass bald Schluss wird. Meine Ruhe ist fast hin. Ist das Angst, oder nur der Wunsch zu leben? Ich weiss nicht, was furchtbarer ist, das Feuer der Infanterie, oder das der Artillerie. Das Schlimmste ist das Schiessen aus Häusern oder von den Versprengten.
D’E. + H. + R. + B. +.
Ich bin anscheinend doch ein Feigling. Kompagnie steht noch an der Schule, als feindliche Artillerie zu feuern anfängt. Lasse in Deckung treten. Kompagnie erhält Befehl Chilly zu erreichen. Im Schutze eines Tales kommen wir vor. Barrikade an Brücken. An der Mairie Sahne mitgenommen. Dorf leer. 1000 Zuaven waren hier, sind in Richtung Blombay abgezogen. Frühstück: Spiegeleier mit Sekt. Brot 50 Stück gefunden. Erreichen die Höhen von Chilly und warten bis zum Abend. Dann Ortsbiwak in Gomblay.

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